Orchester


Das Blasorchester im Musikverein Ziesar e.V. ist heute ein Klangkörper der Kreismusikschule "Engelbert Humperdinck" des Kreises Potsdam-Mittelmark.

Vor 60 Jahren, 1958, begannen Schüler der Schule in Ziesar mit der musikalischen Ausbildung an Holz- und Blechbaslinstrumenten sowie dem Schlagzeug. Unter der damligen Leitung des ersten Dirigentes Karl Linke zeigten die Musiker ihr Können zum erstem Mal am zum Kindertag vor der Rathaus der Stadt Ziesar.


Rudi Müller

1962 übernahm Rudi Müller die organisatorische Leitung des Orchesters. Bis 1995 war er die Seele, der Vater des Jugendblasorchester. Er beschaffte Intrumente, organisierte die Ausbildung, kümmerte sich um Noten und Konzerte, ordnete die Finanzen und löste auch schier unlösbare Probleme.


Mit dem ab 1966 zweitem Dirigenten Karl-Heinz Duschl wurde das Jugendblasorchester Vize-DDR-Meister bei einem Wettbewerb in Karl-Marx-Stadt.


Rudi war Partner, Freund, Helfer, Tröster und Erzieher für viele Orchestermitglieder. Seinem uneigenützigen Schaffen für das Jugendblasorchester verdanken wir, dass es diesen Klangkörper heute noch gibt.


1971 - Mit Gründung des BMK - wird das JBO Mitglied und erlebt die Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Berlin. Ein Jahr später muss aus Mangel an Nachwuchs das Orchester seine Arbeit einstellen. Erst 1974 gelang es Rudi - gemeinsam mit Eugen Jung als 4. Dirigenten - das Orchester, auch in Kooperation mit dem Blasorchester Tuchheim, wieder spielfähig zu machen. Zu dieser Zeit wurde die Tradition der Weihnachtskonzerte geboren.


Volkskunstkollektiv


Noch im Jahr 1980 wurde Manfred Berger aus Rathenow Dirigent. Unter seiner Leitung ging es musikalisch und mitgliedermäßig weiter bergauf. Ziesar stellte im BMK ein starkes Orchester. Mit Konzertreisen nach Leipzig, Rostock, Dresden oder Karl-Marx-Stadt, mit Frühschoppen, Kaffekonzerten, Turmblasen und den Weihnachtskonzerten auf denen der Nachwuchs vorgestellt wurde, wurde das Jugendblasorchester ein hervorragendes Volkskunstkollektiv.



Bis zur Wende





Nach dem Ableben von Manfred Berger übernahm im März 1985 Lothar Völkerling den Dirigentenstab und setze die Arbeit bis zur Wende fort.


Als 1989 die FDJ als landesweite Jugendorganisation zusammenbrach, das BML aufgelöst wurde, für das JBO niemand mehr Mittel zur Verfügung stellte, Auftritte und Einnahmen kaum zu verzeichnen waren, drohte erneut der Zusammenbruch. Wieder war es Rudi Müller, der nicht aufgabm sich neue Verbündete suchte und fand. Am 21. Juni 1990 fand in der Aula der Schule die Gründungsversammlung für den Musikverein Ziesar e.V. statt. Den ersten Vorstand bildeten: Manfred Geserick, Rudi Müller, Verena Lorenz, Marlis Rusch, Tino Gaul, Brunhilde Lorenz und Karin Geserick. Lothar Völkerling hielt dem Orchester die Treue und Gert-Rainer Gärtner - seit 1988 dabei - kümmernten sich um den Nachwuchs.


Fördermittel und Hilfen von Bund, Land und Kreis, die Gründungsmitgliedschaft im Kreisjugendring, das Wohlwollen der Stadt Ziesar, vieler Spenden und Auftrittseinahmen halfen dem Orchester zu überleben und den Verein zu stabilisieren.





Reisen durch Deutschland und Europa











Die Zeit der Reisen durch ganz Deutschland und Europa begann. Wir spielten im Durchschnitt 40 Konzerte im Jahr. Probenlager und Konzerte in Sellin, Schiffsreisen nach Bornholm  und Schweden und vielen anderen folgten.


Karl-Heinz Duschl übernahm 1991 den Taktstock von Lothar Völkerling. Unter seiner Leitung wurde die Nachwuchsbildung forciert und die die musikalische Qualität wuchs auf ein besonders hohes Niveau.


Auftritte in Aachen, Teilnahme am Europäischen Musiktreffen 1993 in Triermit 112 Kapellen aus ganz Europa, Besuch in Luxemburg, Fahrten nach Beuerberg in Bayern und Wittmund in Ostfriesland, Probenlager in Sellin und an der polnischen Ostsee, Reisen nach Schweden, Norwegen und Frankreich waren weitere Höhepunkte die das Orchester erlebte.







Der 8. Dirigent




Als Karl-Heinz Duschl im Herbst 1996 die Arbeit niederlegte, übernahm Heiko Au als 8. Dirigent die musikalischen Geschicke des Orchesters. Die Orchesterarbeit führt er in bewährte Weise bis heute fort.


Jahr für Jahr folgten eine Vielzahl an Konzerte und Reisen. Zwei Besuche in Frankreich und die Tournee 2003 nach Südafrika erfolgte die bis dato weitesten Reisen des Orchesters.


In diesem Jahr folgt die Reise ins Land der Mitte nach China. Der Besuch führt von Peking bis nach Shanghai und ein Konzert im deutschen Pavillon auf der größten EXPO der Geschichte in Shanghai werden ganz besondere Erlebnisse werden.



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